Augsburg/Berlin, Oktober 2005 – Beim 8. “Tag der Raumfahrt“ feierte er seine Premiere. Seitdem zählte der „Robodome“ der KUKA Roboter GmbH zu den spannendsten Attraktionen in Berlin. Mehr als 30.000 Menschen wagten einen Blick hinter die Kulissen dieser weltweit einmaligen Technologie. Und so mancher traute sich, seine persönliche Reise zum Mars anzutreten und im Roboter-Flugsimulator durch das Valles Marineris zu fliegen. Dieses faszinierende Grabensystem, das sich längs des Marsäquators erstreckt, ist mit einer Länge von 4.000 Kilometern, einer Breite von bis zu 700 Kilometer und einer Tiefe von maximal sieben Kilometer der größte Canyon im gesamten Sonnensystem. Ein als Flugsimulator agierenden Industrieroboter von KUKA flog seine Fluggäste vom Sony Center am Potsdamer Platz in diese einzigartige, noch nie dagewesene 3D Welten.
Mit seiner Premiere am „Tag der Raumfahrt“, der Mitte September das Forum des Berliner Sony Centers in ein überdimensionales Raumschiff verwandelte, sorgte der KUKA Robdome für großes Aufsehen. Optimal eingebunden in die spektakuläre Architektur des Centers, war der zehn Meter hohe Robodome der Blickfang für alle Besucher. Im Inneren des orange- und silberfarbenen Kuppelbaus stand der KUKA Simulator, dessen Basis ein klassischer Industrieroboter ist. Heute ist er der einzige Passagierroboter der Welt. In dem als zusätzliche Achse montierten Fahrgastsitz erlebte der Astronaut im Robodome einen faszinierenden Flug in die Galaxis. 30 Tage lang war die „First Authentic Mars Flight Simulation“ von KUKA (fast) pausenlos im Einsatz. Täglich 13 Stunden lang flog der Roboter mehr als 3.500 Mutige (mehr war aus Kapazitätsgründen nicht möglich) zum Mars und wieder zurück – und das in drei Minuten. Die Reaktionen waren immer gleich: „Super!“, „Beeindruckend“, „Tolle Bilder“, „Ich hatte das Gefühl wirklich zu fliegen“ – alle Fluggäste waren begeistert.
Technisch gesehen ist der Flugsimulator eine kleine Meisterleistung: Aus den hoch auflösenden original 3D Daten der Marsoberfläche generierte das DLR den in dieser Form weltweit einzigartigen Flug über die Marsoberfläche. Dabei wurden aus den 3D Flugdaten, die während der Mars Express-Mission gesammelt wurden, Bahnkurven für den simulierten Marsflug erzeugt. Zeitsynchron wurden entsprechende Bewegungskommandos an den Roboter geschickt. Dank seiner Intelligenz (Software) und seines 6-Achs-Systems, das eine überlegene Beweglichkeit im Raum ermöglicht, vermittelte der Roboter seinem Fluggast, der via überdimensionalen Bildschirm seinen Flug vor sich sieht, so ein einmaliges Schwebegefühl. Er tauchte ein in eine spektakuläre Welt. Dabei erzeugt der Flugsimulator die Illusion, dass man sich auf längeren Strecken vorwärts, nach oben oder unten bewegt und so über die Marsoberfläche gleitet.
Jetzt ist die „First Authentic Mars Flight Simulation“ zu Ende und der Robodome kehrt in seine Heimat nach Augsburg zurück. Der Erlös aus seiner mehrwöchigen Mission am Potsdamer Platz wollen die Partner DLR, Sony und KUKA einem wohltätigen Zweck zukommen lassen.